Das sind wir - der Lions Club Ludwigsburg-Monrepos

Gründung

Am 11. April 1964 wurde unserem damaligen Lions Club Ludwigsburg in einem feierlichen Akt im Ordenssaal des Schlosses Ludwigsburg die Charterurkunde übergeben. Unsere Paten waren die Lions-Freunde in Schwäbisch Hall und die Lions-Freunde in Pforzheim. Erhaltene Fotos zeugen noch heute von der Würde und dem Glanz der damaligen Feier.
Was war dieser Charterübergabe vorausgegangen?
Anfang 1963 setzten sich nach noch vorhandenen Unterlagen Wolfram Schiemann und der Arzt Wolff Bloss zusammen, um die Aussichten einer Clubgründung zu erwägen. Wolfram Schiemann gehörte bereits dem Lions Club Stuttgart an. Wolff Bloss war über einen Zufall mit der Idee des Lionismus vertraut geworden. Sein Sohn Frank war in den Jahren 1950 und 1951 als Austauschstudent in einem Haus in Oklahoma aufgenommen worden, dem Haus von Walter A. Lybrand. Dieser war Lionsmitglied, und zwar der letzte noch bis 1964 lebende Teilnehmer an der Gründungsversammlung von Lions International im Oktober 1917 in Dallas/Texas. Und Lybrand war, was dokumentiert ist, der eigentliche Urheber der ideellen Basis dieser unserer Service-Organisation. Wolff Bloss hat sich mit Walter A. Lybrand persönlich getroffen, nachdem dieser seit 1929 leitender Richter am obersten amerikanischen Gerichtshof war und 1933 von Roosevelt in dessen Komitee für Öffentliche Arbeiten berufen wurde.


Mit Schiemann und Bloss war für die Gründung unseres Clubs eine solide geistige Grundlage geschaffen. Und es gelang ihnen schnell, weitere Persönlichkeiten für die Lionsidee zu gewinnen, die bereit waren, einen eigenen Club zu gründen. Eine Gründungsversammlung fand am 12. März 1963 statt. An ihr nahmen teil: Ahlefeld, Albrecht, Bloss, Englert, Frank, Goldschmidt, Honold, Huegel, Kohler, Leuze, Nottebaum, Poklekowski, Rathke, Rauschert, Schenk, Schiemann, Schulz-Harder, Spielhoff.
Bis zur Charterfeier am 11. April 1964 hatten sich für die Aufnahme in den Club bereit erklärt: Hahn, Hammelbacher, Heitland, Mahler, Pankau, Priebe, Raff, Sauer, Schiller, Seuferle, Stolz, Wissmann und vom Club Ravensburg kommend Wocher.
Damit bestand unser Club bei der Charterfeier aus 31 Mitgliedern. Von ihnen ist heute leider niemand mehr unter uns. Das letzte noch lebende Gründungsmitglied Willi „Justus“ Pankau ist im November 2017 kurz vor seinem 94. Geburtstag verstorben.

Auf einer von Anfang an, breiten und soliden Basis, entwickelte der Club schnell eine eigene Dynamik mit einer großen Anziehungskraft für andere Persönlichkeiten aus Ludwigsburg und Umgebung.
Bereits fünf Jahre später kam man überein, den Wünschen auf weitere Aufnahmen dadurch zu entsprechen, dass auf Initiative unseres zweiten Präsidenten, Karl Stolz, ein zweiter Lions Club gegründet wurde, wobei man gleichzeitig für unseren Club den Namen Ludwigsburg auf Ludwigsburg-Monrepos erweiterte und der neue Club den Namen Ludwigsburg-Favorite erhielt. Am heutigen Tag besteht unser Club aus 40 Mitgliedern.

Das machen wir

Wir glauben, dass es neben den clubübergreifenden, allgemeinen Zielen des Lionismus besonders auch die spezifischen Ziele waren, die wir in Solidarität und Freundschaft verwirklichen wollten und die unsere Anziehungskraft und unser Ansehen begründen.

Wir wollten von Anfang an unsere Freundschaft verankern, nicht nur im sich persönlichen „Näherkommen“ und „Vertrautwerden“, sondern wir wollten als Freunde zueinander finden in gemeinsamen Diskussionen über anspruchsvolle Themen, die der Einzelne aus seinem Berufs- und Lebenskreis einbringen kann oder die von allgemeiner oder aktueller gesellschaftlicher Bedeutung sind.

Das unser konkretes Handeln leitende Ideal des „We Serve“ wollten wir vor allem über Acivities im Bereich dieser Stadt oder in ihrer näheren Umgebung leisten, sodass wir auf diese Weise deren Erfolg unmittelbar bewerten und verantworten konnten. Die bislang größte Activity haben wir im Rahmen unseres 50-jährigen Jubiläums umgesetzt: eine Spende in Höhe von 50.000 Euro an die Aktion „Helferherz“ der Ludwigsburger Kreiszeitung.

Alle unsere Freunde, die vor über 57 Jahren diesen Club gegründet haben, waren vom Krieg leidvoll geprägt und vom Gedanken beseelt, alles in ihren Möglichkeiten Stehende zu tun, dass solches Leid zukünftigen Generationen erspart bleibe. Und daher nahmen sie den staaten- und völkerübergreifenden Gedanken des Lionismus zum Anlass, über einen Brückenschlag zu einem französischen Club einen konkreten Beitrag zur Versöhnung zu leisten.

Fritz Schenk, damals Leiter des Deutsch-Französischen Instituts, war der ideale Wegbereiter. Aufgrund seiner und Wolfram Schiemanns Initiative wurde eine Jumelage mit dem Pariser Club Paris-Longchamp angebahnt. Schon 1966 kam es zur ersten offiziellen Jumelage in Beaune unter dem so tatkräftigen und begeisternden Präsidenten Karl Stolz.
Er hatte schon im Jahr zuvor unser späteres Ehrenmitglied Jacques Vignardou empfangen und ihn von sich und unserem Club so überzeugt, dass dieser seine Begeisterung für die Jumelage-Idee an seine Freunde weitergab und sie durch eigenes Handeln bis zu seinem Tod - kurz nach einer von ihm selbst organisierten und gestalteten und für uns unvergesslichen Jumelage in seiner Heimat bei Biarritz - verwirklichte.
Wir haben im Jahr 2019 in Les Sables-d’Olonne unsere 54. Jumelage mit den französischen Lionsfreunden aus Paris-Longchamp gefeiert und sind wie alle Jahre zuvor wieder begeistert gewesen von den vielfältigen Erlebnissen.
Wenn wir heute stolz darauf sein können, dass wir wohl der einzige Club in Deutschland sind, der auf eine so lange und lückenlose Jumelage-Tradition zurückblicken kann, dann lag es daran, dass die Freunde Schiemann, Schenk und Stolz bei uns, Vignardou und Abele von Paris-Longchamp die Initiatoren waren und lange Zeit die tragenden Säulen geblieben sind. Heute übernehmen diese Aufgaben Georg Englert bei uns und in Frankreich Jean-Pierre Bombet und Armand Tubol.

Im darauffolgenden Jahr mussten wir unsere 55. Jumelage mit unseren französischen Freunden aufgrund der CORONA Pandemie leider absagen. Wir wollten unsere französischen Freunde nach Konstanz an das „Schwäbische Meer“ einladen und die gastronomischen und kulturellen Besonderheiten dort kennenlernen. Präsident Dr. Wolfgang Brunk und Sekretär Andreas Gutjahr hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Wir hoffen alle, dass wir dieses Treffen zu gegebener Zeit, mit unseren französischen Freunden nachholen können.

Der 1963 gegründete Lions Club Ludwigsburg-Monrepos setzt sich mit seinen 40 Mitgliedern aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft ein. Bis heute wurden bedürftige Personen, soziale Einrichtungen und Aktivitäten im Landkreis Ludwigsburg mit Spenden von insgesamt mehr als 1.000.000 EURO unterstützt.

Allein im letzten Jahr wurden wieder knapp 35.000 Euro gespendet, u.a. gehen 10.000 Euro an die Stiftung „HUMOR-Hilft-Heilen“ und 5.000 Euro an den Tafelladen Ludwigsburg.
Mit einer weiteren Spende von 5.000 Euro unterstützt der Lions Club Ludwigsburg-Monrepos das Großprojekt VESPERKIRCHE von Diakonie und evangelischer Kirchengemeinde für warmes Mittagessen, das sich jeder leisten kann. Dabei soll es zu gemeinsamen Begegnungen kommen - über die sozialen Grenzen hinweg - ganz im Sinne der Lions Bewegung. Auch in diesem Jahr sind mit INVITARE, Tragwerk, Hospizinitiative, Palliativverein Klinikum Ludwigsburg und Gemeinsam e.V. Einrichtungen und Vereine aus dem Landkreis Ludwigsburg unter den Spendenempfängern.